Hauptausstellung

Interessante Einblicke in die brandenburgisch-preußische Geschichte

Veranstaltungen

Oktober

Sonntag, 11. Oktober 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Anna von Preußen (1576–1625) – (Kur)Fürstin in Opposition
Ulrike Sträßner
Anna von Preußen hat die Entwicklung Brandenburg-Preußens nachhaltig geprägt. Zeitlebens fühlte sie sich ihrem bedeutenden Erbe verpflichtet und setzte sich in ihren sozialen Rollen als Tochter, Ehefrau, Mutter und Landesherrin für ihre dynastischen Ziele und Visionen ein. Durch ihr selbstbewusstes Auftreten, ihre konsequente Haltung und ihre Konfliktbereitschaft wurde sie zu einem oppositionellen Machtzentrum am kurbrandenburgischen Hof. Der Vortrag thematisiert das Herrschaftsverständnis Annas und ihr daraus resultierendes Handeln in ihren jeweiligen Rollen und verschiedenen Lebensphasen.


Ulrike Sträßner studierte Geschichte und Deutsch an der Universität Potsdam. Seit 2012 arbeitet sie an ihrem Promotionsprojekt Herrschaftsalltag und Herrschaftsverständnis von brandenburgischen Kurfürstinnen im 16. und 17. Jahrhundert. Von 2013 bis 2015 war sie Stipendiatin des Cusanuswerks. 2016 organisierte sie für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (heute: Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte) das deutsch-polnische wissenschaftliche Kolloquium Konfessionelle Hofkultur Europas. Die Silberbibliothek Albrechts von Preußen (1545–1562). Seit 2016 arbeitet sie als Studienberaterin an der Universität Potsdam im Bereich Inklusive Studiengestaltung. Zuletzt war sie Mitherausgeberin des Bandes Aus der märkischen Streusandbüchse in die Welt hinein. Beiträge zur brandenburgischen, preußischen, sächsischen und internationalen Geschichte. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Fürstinnen und Reformation, herrschaftliches Handeln und soziale Netzwerke von Fürstinnen, reproduktive Arbeit, generationenübergreifende Konflikte und Aushandlungsprozesse, Entstehung und Entwicklung von Geschlechterstereotypen in der Frühen Neuzeit.


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.

NOVEMBER

Sonntag, 1. November 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Friedrich August Stülers Werk und seine Bauten in der Region
Dr. Gerd Kley

Eingangs skizziert Dr. Gerd Kley den immensen Fußabdruck, den der aus Mühlhausen stammende Schüler Karl Friedrich Schinkels in Preußen hinterlassen hat. Als einer der bedeutendsten preußischen Architekten des 19. Jahrhunderts schuf Friedrich August Stüler zahlreiche öffentliche Gebäude, Kirchen und Schlösser, die das Erscheinungsbild Preußens bis heute prägen.

1842 ernannte König Friedrich Wilhelm IV. Stüler gemeinsam mit Friedrich Ludwig Persius zum Preußischen Hofarchitekten. In dieser Funktion zählte er zu den wichtigsten Gestaltern der preußischen Baukunst und setzte mit seinen Entwürfen architektonische Maßstäbe, die weit über Berlin hinaus wirkten.

Gerade dieser Einfluss lässt sich auch in unserer Region nachvollziehen. Anhand ausgewählter Kirchen und Denkmäler zeigt Dr. Gerd Kley, wie eng die Baugeschichte unserer Heimat mit dem Wirken Friedrich August Stülers verknüpft ist und wo sich seine architektonische Handschrift bis heute entdecken lässt.


Gerd Kley ist promovierter Physiker. Seit 1970 arbeitete er an Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 1992 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 war er als Projektleiter in einer Bundesanstalt tätig. In seinen nebenberuflichen Veröffentlichungen widmet er sich Persönlichkeiten, die von der offiziellen Geschichtsschreibung und der Kunstgeschichte vernachlässigt wurden. Zuletzt erschien sein Buch über den heute weitgehend vergessenen Maler der Mark Brandenburg Johann Carl Wilhelm Eduard Ockel. Es folgt eine Dokumentation über den Chemiker Hans Heinrich Franck. Gerd Kley publiziert in der Berliner Zeitung, zuletzt über Stülers St. Matthäus-Kirche in Berlin. Zudem ist er Mitgründer des August-Stüler-Arbeitskreises.


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.