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Hauptausstellung

Interessante Einblicke in die brandenburgisch-preußische Geschichte

Veranstaltungen

Auf dieser Seite erhalten Sie eine Übersicht über das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Brandenburg-Preußen Museums. Unser Veranstaltungskalender für das Jahr 2024 ist in Arbeit, mehr Informationen erhalten Sie in Kürze.

Diese Termine können Sie bereits vormerken:

FEBRUAR

FÜR DIE FÜHRUNG SIND KEINE PLÄTZE MEHR VERFÜGBAR
Mittwoch, 28. Februar 2024, 14.00 Uhr
#Wintermezzo

Führung durch die Polizeihistorische Sammlung mit Hartmut Moldenhauer
Die Polizeihistorische Sammlung am Platz der Luftbrücke ist das Museum der Berliner Polizei. Es ist öffentlich zugänglich für Jung und Alt und bietet in seiner Dauerausstellung einen Überblick über die Berliner Polizeigeschichte. Auf etwa 500 m² präsentiert die Ausstellung historische Uniformen, Arbeitsmittel, Waffen und andere Technik sowie Originaldokumente der Berliner Polizei. Das Museum im Berliner Polizeipräsidium ist aus der Zusammenlegung der kriminalpolizeilichen Lehrmittelsammlung in Schöneberg und dem kleinen Polizeimuseum in der Polizeischule „Joachim Lipschitz“ in Spandau entstanden. Nach der deutschen Wiedervereinigung kam noch der Fundus des ehemaligen „Volkspolizeimuseums“ dazu.

Begeben Sie sich in einer Führung durch das Museum auf die Spuren außergewöhnlicher Kriminalfälle Berlins: Vom Serienmörder Carl Friedrich Großmann aus Neuruppin, der auf frischer Tat ertappt wurde; über die Meisterdiebe aus Berlin-Moabit, die Gebrüder Sass, die in der Weimarer Republik für Aufruhr sorgten; über den Hauptmann von Köpenick bis hin zum Polizistenmord am Bülowplatz uvm. Neben den spannenden Kriminalfällen der 1920er und 1930er Jahre erhalten Sie einen Einblick in die Entwicklung der Kriminalpolizei bis heute.

Anmeldung
Anmeldungen für die Führung richten Sie bitte an: museum @ bpm-wustrau.de. Bitte beachten Sie, dass die Platzzahl begrenzt ist. Wenn der Termin ausgebucht ist, können wir evtl. eine zweite Führung am 28. Februar 2024 anbieten.

Weitere Informationen
Polizeihistorische Sammlung Berlin

MÄRZ

FÜR DIE FÜHRUNG SIND KEINE PLÄTZE MEHR VERFÜGBAR
Sonntag, 10. März 2024, 14.00 Uhr
#Wintermezzo
Führung über den Dorotheenstädtischen Friedhof mit Stiftungsvorstand Dr. Andreas Bödecker

Ein Spaziergang durch die Geschichte: Wie nur wenige Friedhöfe erzählt der 1762 angelegte Dorotheenstädtische Friedhof an der Berliner Chausseestraße deutsche Geschichte – bis heute. Die Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Johann Gottlieb Fichte liegen hier begraben und der Architekt Karl Friedrich Schinkel. Der Wegbereiter der deutschen Farbenindustrie August Wilhelm von Hofmann, Bertolt Brecht und dessen Frau Helene Weigel liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf dem Friedhof findet sich ebenfalls das Grab von Ernst Theodor Litfaß, dem Pionier der nach ihm benannten Anschlagsäulen. Auf dem Weg vom Grab von Johannes R. Becher, dem Verfasser der DDR-Hymne Auferstanden aus Ruinen zum Grabmal des berühmten Lokomotivfabrikanten August Borsig trifft man auf das Urnengrab von Fritz Teufel, den Mitbegründer der „Kommune I“ und eine der führenden Personen der Studentenrevolte von 1966/68. Der Erfinder der politischen Fotomontage John Heartfield und Heiner Müller liegen hier begraben, die Schriftstellerin Anna Seghers ebenso wie Alt-Bundespräsident Johannes Rau.

Anmeldung
Um sich für die Führung anzumelden, schreiben Sie uns bitte eine Mail an: museum @ bpm-wustrau.de. Aufgrund der Enge mancher Friedhofswege ist die Platzzahl auf 16 Personen begrenzt.

APRIL

Sonntag, 14. April 2024, 15.00 Uhr
#BPMVortragsreihe

In 60 Minuten von Frankfurt a. M. nach Berlin.
Die Inbetriebnahme der ersten elektromagnetischen Ferntelegrafenlinie in Preußen vor 175 Jahren, Dr. Reinhard Witzlau

Am 28. März 1849 wählte die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt a. M. den Preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zum „Kaiser der Deutschen“. Dieser Beschluss konnte innerhalb einer Stunde von Frankfurt a. M. nach Berlin über 653 km telegrafisch mithilfe von Zeigertelegrafen übermittelt werden – eine für die damalige Zeit technische Meisterleistung. Nach der Kabinettsorder des Preußischen Königs vom 24. Juli 1848 zum Bau elektromagnetischer Telegrafenlinien von Berlin nach Frankfurt a. M. und von Berlin über Köln zur belgischen Grenze, baute die noch junge Firma Siemens & Halske in einer Rekordzeit von nur acht Monaten die erste und längste, elektromagnetische Ferntelegrafenlinie Europas. Der Probebetrieb begann bereits im Februar 1849.

Im Vortrag werden der Weg zum Bau und zur Nutzung dieser Telegrafenlinie sowie technische Details aufgezeigt. Erstmals konnten dafür Baustellenberichte der Firma Siemens & Halske sowie bisher nicht ausgewertete Dokumente aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin – Dahlem und aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt miteinbezogen werden.


Dr. Reinhard Witzlau ist Diplomlehrer für Physik und Mathematik und war bis 2023 als Lehrer und Schulleiter an der Werner-von-Siemens-Schule in Gransee tätig. Er promovierte im Bereich der Geschichte der Naturwissenschaften zu Peter Apian und dem wissenschaftlichen Instrumentenbau in der Renaissance. Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich auch mit dem Leben und Werk von Werner von Siemens und Johann Georg Halske. Zu seinen Veröffentlichungen gehören „Der Zeigertelegraf von Werner Siemens und Johann Georg Halske aus den Jahren 1846/ 1847“, „Der praktische Mechanikus Johann Georg Halske“ und „Werner von Siemens. Ideen und Ansichten“.

MAI

Sonntag, 26. Mai 2024, 15.00 Uhr           
#BPMVortragsreihe
Gesunder Boden, gesundes Klima, gesunde Kartoffeln
Rudi Mixdorf, Schönberg (Mark)

Friedrich der Große hatte die ursprünglich aus den Anden stammende Kartoffel in Brandenburg heimisch gemacht. Doch „was der Bauer nicht kennt“… selbst mit dem Kartoffelbefehl vom 24. März 1756, einer „Circular-Ordre“ Friedrichs II. an seine Beamten, wuchs die Akzeptanz der braunen Knollen nur langsam. Doch als man erkannte, dass der Nährwert von 1 Hektar geernteten Kartoffeln fast viermal so hoch ist wie der von Brotgetreide, wurde die Kartoffel angesichts der rasant wachsenden Bevölkerung im 19. Jahrhundert zum Grundnahrungsmittel der armen Leute. Die Anbaufläche wuchs von 300.000 Hektar im Jahr 1800 auf 1,4 Mio. Hektar zur Jahrhundertmitte und auf 3 Mio. Hektar zur Jahrhundertwende.

Rudi Mixdorf berichtet über den Kartoffelanbau heute, er stellt den industriellen Anbau modernen nachhaltigen Anbaumethoden gegenüber, erläutert eigene Entwicklungen und erklärt, welche Auswirkungen beide Ansätze auf die Böden, den Wasserhaushalt und schließlich das Klima haben. Aus seiner praktischen Erfahrung gibt er auch Hinweise, wie man die wohlschmeckenden Feldfrüchte mit wenig Aufwand im eigenen Garten ziehen kann.


Rudi Mixdorf (30 Jahre alt) ist Jungbauer und Tierarzt in Schönberg (Mark) in der Nähe von Neuruppin. Hier ist er auch aufgewachsen. Schon als Schüler am Evangelischen Gymnasium in Neuruppin hat er sich für Tiere und Landwirtschaft interessiert und immer wieder Ferienjobs, Praktika und Urlaube auf Bauernhöfen verbracht. Nach seinem Abitur 2012 hat er zunächst eine Ausbildung zum Landmaschinentechniker begonnen. Doch wurde er ein Jahr später zum Studium der Veterinärmedizin zugelassen und ist dieser Leidenschaft gefolgt. 2017 hat er auf dem elterlichen Hof in Schönberg einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit Ackerbau, Grünland, Gemüse, Hühnern, Bienen, Pferden und Ziegen gegründet, der heute 80 Hektar umfasst. Seit 2019 ist er approbierter Tierarzt, 2023 hat er nach dreieinhalb Jahren als angestellter Tierarzt seine eigene Praxis gegründet. Rudi Mixdorf ist verheiratet und hat mit seiner Frau Katrina einen kleinen Sohn.