Hauptausstellung

Interessante Einblicke in die brandenburgisch-preußische Geschichte

Sonderausstellung

[K]ein Kinderspiel - Spielzeug als Spiegel der Industrialisierung

vom 22. Februar bis 11. Dezember 2022

Veranstaltungen 2022

Auf dieser Seite erhalten Sie eine Übersicht über das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Brandenburg-Preußen Museum. Unser Veranstaltungskalender ist in Arbeit, mehr Informationen erhalten Sie in Kürze. Diese Termine können Sie bereits vormerken:

So., 21. August 2022, 15.00 Uhr
#BPMVortragsreihe
Vortrag von Christian Arpasi, Wissenschaftlicher Leiter des Brandenburg-Preußen Museum: Sommerfrische und Feierabend. Freizeit und Reisen in der Industrialisierung

Die Industrialisierung brachte im 19. Jahrhundert große Veränderungen in vielen Bereichen. Auch die Art und Weise, wie und wohin Menschen in den Urlaub fuhren oder ihre Freizeit gestalteten, wandelte sich grundlegend.

Durch den Einsatz neuer Transportmittel wie der Eisenbahn und dem Dampfschiff erlebte der Tourismus einen ungeheuren Aufschwung. Thomas Cook veranstaltete in England die ersten All-inclusive-Pauschalreisen, Albert Ballin erfand in Hamburg die Luxus-Kreuzfahrt. Das Bürgertum fuhr in die Sommerfrische, die Arbeiterfamilien verbrachten die freien Sonntage in Vergnügungsparks und Biergärten.

Anmeldung können per Mail an museum @ bpm-wustrau.de oder telefonisch (033925) 70 798 vorgenommen werden.
Die Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung betragen 5 Euro (inkl. Museumsbesuch).


Christian Arpasi hat an der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte und Archäologie studiert und sich auf die Geschichte Brandenburg-Preußens spezialisiert. Nach verschiedenen Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Ausstellungs-, Editions- und Filmprojekten hat er fünf Jahre für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gearbeitet, zuletzt als stellvertretender Bereichsleiter im Schloss Sanssouci. ­

September

So., 25. September 2022, 15.00 Uhr
Alfred Döblin „Berlin Alexanderplatz“
Eine szenische Lesung mit Bastienne Voss und Rainer Heise

Bastienne Voss und Rainer Heise inszenieren den berühmten Berlin-Roman von Alfred Döblin als szenische Lesung. Sie lesen die zahlreichen Figuren des Romans mit verteilten Rollen. Sie lassen den Arbeiter Franz Biberkopf lebendig werden, der sich, frisch aus dem Gefängnis entlassen, eine neue Existenz aufbauen will und stattdessen wieder im Gefängnis und sogar in einer psychiatrischen Klinik landet – wo er schließlich erkennt, was wirklich notwendig ist, um ein neues Leben zu beginnen.

Anmeldung können per Mail an museum @ bpm-wustrau.de oder telefonisch (033925) 70 798 vorgenommen werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung betragen 10 Euro (inkl. Museumsbesuch).


Bastienne Voss hat an der Hochschule für Musik „Carl-Maria von Weber“ in Dresden Gesang im Fachbereich Jazz/Rock/Pop studiert. Seit den 90ger Jahren spielte sie in verschiedenen Fernsehserien (unter anderem in „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ und „Verbotene Liebe“), sowie an mehreren Theatern in Deutschland. Auf der Bühne des Berliner Kabaretttheaters „Distel“ spielte und sang sie seither über zweitausend Mal.

Rainer Heise studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und schloss 1981 sein Studium ab. Dort begann er 1987 eine langjährige Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Schauspiel. Einer der ersten bekannteren Filme, mit dem Heise Popularität erlangte, war „Die Geschichte vom goldenen Taler“ (1984). Er war von 1984 bis 1992 als Schauspieler an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1992 arbeitet er freischaffend und wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Seit 2014 arbeitet er zunehmend als Theaterregisseur.

Oktober

So., 2. Oktober 2022, 15.00 Uhr
#BPMVortragsreihe
Vortrag von Dr. Lutz Partenheimer: Die Mark Brandenburg im Mittelalter

Der Vortrag bietet einen Überblick über die Geschichte der Mark Brandenburg im Mittelalter – von der slawischen Vorgeschichte im 10. Jahrhundert über ihre Gründung durch Albrecht den Bären bis zur Machtübernahme der Hohenzollern zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Es wird auch erklärt, wie aus Brandenburg im 18. Jahrhundert Preußen wurde.

Anmeldung können per Mail an museum @ bpm-wustrau.de oder telefonisch (033925) 70 798 vorgenommen werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung betragen 5 Euro (inkl. Museumsbesuch).


Dr. Lutz Partenheimer, geb. 1957 in Berlin, arbeitet am Historischen Institut der Universität Potsdam. Er veröffentlichte u.a. Bücher über Albrecht den Bären sowie zur Entstehung der Mark Brandenburg.

Mo., 3. Oktober 2022 
Maus-Türöffner-Tag unter dem Motto „Spannende Verbindungen“

Do., 20. Oktober 2022, 18.30 Uhr
Buchvorstellung: Spione, Erfinder, Unternehmer – Preußens Industrialisierung in Lebensbildern
von Helga Tödt und dem Stiftungsvorstand Andreas Bödecker

Ein Spion aus Neuruppin, eine Berliner Erfinderin, die von ihrem Ehemann erstochen wurde: Anhand der Biografien von achtzehn, teils berühmten, teils weniger bekannten Männern und Frauen veranschaulichen Helga Tödt und Andreas Bödecker die Zeit der Industrialisierung. Viele der Erfindungen und technischen Errungenschaften, die heute zu unserem Alltag gehören, wurden in dieser Zeit bis zum 1. Welt­krieg entwickelt: Eisenbahn, Straßenbeleuchtung, Strom in den Häusern, künstliche Farbstoffe, Automobile, Kunstdünger, Aspirin, Telefon, U-Bahn, Flugzeuge, elektrische Waschmaschinen. Der Kinderarbeit, der Bildungspolitik im 19. Jahrhundert und der Rolle der Frauen in der Volkswirtschaft der Zeit sind eigene Kapitel gewidmet.

Marius Krohn, Leiter des Industriemuseums Brandenburg, wird die Präsentation moderieren.

Veranstaltungsort
Die Buchvorstellung findet statt im stillgelegten Stahlwerk in Brandenburg, August-Sonntag-Straße 5, 14770 Brandenburg an der Havel.

Anmeldung
Anmeldungen bitte an: kontakt @ industriemuseum-brb.de. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Industriemuseum Brandenburg an Havel.


Andreas Bödecker, geboren 1958, war nach dem Studium in Freiburg und Stanford und anschließender Promotion 25 Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung einer Privatbank in Berlin. Zurzeit arbeitet er als Rechtsanwalt und Verwalter mehrerer Stiftungen. Seit 2013 leitet er das Brandenburg-Preußen Museum Wustrau.

Helga Tödt, geboren 1946 in Braunschweig, arbeitete nach dem Medizinstudium und der Promotion an der FU Berlin in verschiedenen Funktionen als Fachärztin und Amtsärztin im öffentlichen Gesundheitsdienst. Helga Tödt hat bereits mehrere historische Biographien veröffentlicht.

November

So., 20. November 2022, 15.00 Uhr
#BPMVortragsreihe
Vortrag von Dr. Reinhard Witzlau, „Werner von Siemens und die angewandte Elektrizität“

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Dezember

Samstag, 10. Dezember 2022, 15.00 Uhr
#BPMVortragsreihe
Vortrag von Dr. Irina Rockel, Die Lebensreise des Wilhelm Gentz aus dem brandenburgischen Neuruppin in die Welt des Orients

Er galt als Kenner des Orients und orientalischen Lebens, wurde geschätzt angesichts seiner Belesenheit, Sprachgewandtheit und diplomatischen Fähigkeiten, schrieb Bücher und Artikel in der Presse und machte über Jahrzehnte mit seinen Gemälden orientalischer Sujets seine Zeitgenossen mit der Welt der südlichen Erdhalbkugel bekannt. Sein Haus zählte zu den schillerndsten Orten Berlins; es galt als spannender Treffpunkt von Vertretern des Königs-/Kaiserhauses, Künstlern, Wissenschaftlern und Forschern. In den Rang eines Wissenschaftlers erhoben und als Maler hochdekoriert, räumten die Nachgeborenen seinem umfangreichen Lebenswerk keinen Raum mehr ein – nur die Stadt Neuruppin erinnert mit Ausstellungen und Publikationen an den Mann, der sein Leben dem „Kontinent der langen Schatten“ widmete.

Anmeldung können per Mail an museum @ bpm-wustrau.de oder telefonisch (033925) 70 798 vorgenommen werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung betragen 5 Euro (inkl. Museumsbesuch).


Dr. Irina Rockel, geb. 1953, Sekretärin, Archivarin und promovierte Diplom-Historikerin zum Thema „Wilhelm Gentz“. Über drei Jahrzehnte ihres Berufslebens war sie als Archivarin (Berlin, Neuruppin, Hamburg) bzw. Museumsdirektorin (Neuruppin) tätig, woraus zahlreiche kultur- und regionalgeschichtliche Beiträge entstanden. Ihr Hauptaugenmerk aber liegt auf dem Verfassen von Biografien und Lebensbildern von Ruppiner (Luise Hensel, Hans Joachim von Zieten) und Neuruppiner Persönlichkeiten (Alexander Gentz, Karl Friedrich Schinkel, Eva Strittmatter). Zur Familiengeschichte Alexander und Wilhelm Gentz‘ legte sie zahlreiche Publikationen vor.