Hauptausstellung

Interessante Einblicke in die brandenburgisch-preußische Geschichte

Veranstaltungen

NOVEMBER

Sonntag, 1. November 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Friedrich August Stülers Werk und seine Bauten in der Region
Dr. Gerd Kley

Eingangs skizziert Dr. Gerd Kley den immensen Fußabdruck, den der aus Mühlhausen stammende Schüler Karl Friedrich Schinkels in Preußen hinterlassen hat. Als einer der bedeutendsten preußischen Architekten des 19. Jahrhunderts schuf Friedrich August Stüler zahlreiche öffentliche Gebäude, Kirchen und Schlösser.

1842 ernannte König Friedrich Wilhelm IV. Stüler gemeinsam mit Friedrich Ludwig Persius zum Preußischen Hofarchitekten. In dieser Funktion zählte er zu den wichtigsten Gestaltern der preußischen Baukunst und setzte mit seinen Entwürfen architektonische Maßstäbe, die weit über Berlin hinaus wirkten.

Gerade dieser Einfluss lässt sich auch in unserer Region nachvollziehen. Anhand ausgewählter Kirchen und Denkmäler zeigt Dr. Gerd Kley, wie eng die hiesige Baugeschichte mit dem Wirken Friedrich August Stülers verknüpft ist und wo sich seine architektonische Handschrift bis heute entdecken lässt.


Gerd Kley ist promovierter Physiker. Seit 1970 arbeitete er an Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 1992 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 war er als Projektleiter in einer Bundesanstalt tätig. In seinen nebenberuflichen Veröffentlichungen widmet er sich Persönlichkeiten, die in der Geschichtsschreibung und Kunstgeschichte bislang wenig beachtet wurden. Zuletzt veröffentlichte er sein Buch über den heute weitgehend vergessenen Maler der Mark Brandenburg, Johann Carl Wilhelm Eduard Ockel. Eine Dokumentation über den Chemiker Hans Heinrich Franck ist in Vorbereitung. Gerd Kley publiziert in der Berliner Zeitung, zuletzt über Stülers St. Matthäus-Kirche in Berlin. Zudem ist er Mitgründer des August-Stüler-Arbeitskreises.


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.

Sonntag, 15. November 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Zeitenwende 1414 in Brandenburg. Kurfürst Friedrich I. und seine Deutung im Kaiserreich
Malte Ristau 

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts befand sich Brandenburg in einer tiefen Krise: Seuchen, Missernten und politische Unsicherheit prägten das Land, während rivalisierende Fürsten und selbstbewusste Adelige die Schwäche der Herrschaft ausnutzten. Mit der Entsendung Friedrichs von Hohenzollern als Statthalter durch König Sigismund im Jahr 1411 begann jedoch eine entscheidende Wende. Friedrich gelang es, den Landfrieden wiederherzustellen und die Grundlage für den Aufstieg Brandenburgs zu schaffen. Seine Ernennung zum Kurfürsten markierte den Beginn der Hohenzollernherrschaft und leitete den langfristigen Aufstieg Brandenburg-Preußens zu einer europäischen Großmacht ein.

Der Vortrag beleuchtet nicht nur die historischen Ereignisse und ihre Bedeutung, sondern zeigt auch, wie sie nach der Reichsgründung von 1871 zu einer nationalen Erfolgsgeschichte stilisiert wurden. Anhand von Sachzeugnissen und ausgewählten Schauplätzen wird deutlich, wie das mittelalterliche Geschehen bis heute nachwirkt und wie Geschichtsbilder das Verständnis der Vergangenheit geprägt haben.


Malte Ristau war nach dem Studium der Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft und Volkswirtschaft wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mittelalterforschung der Universität Münster. Im Anschluss an seine Tätigkeit als Ministerialdirektor in zwei Bundesministerien war und ist er als Senior Berater tätig sowie Mitglied der Theodor-Fontane-Gesellschaft. Darüber hinaus setzt er sich in Vorträgen und Veröffentlichungen mit historischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. 


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum@bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.