Hauptausstellung

Interessante Einblicke in die brandenburgisch-preußische Geschichte

Veranstaltungen

SEPTEMBER

Sonntag, 27. September 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Des Kaisers Nachmieter: Das Berliner Schloss zwischen Revolution und Abriss
Dr. Christian Walther
Christian Walther zeigt, dass das Schloss zu Zeiten der Weimarer Republik zu einem Zentrum von Wissenschaft und Kultur wurde: Kunstgewerbemuseum, Museum für Leibesübungen, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft – sie alle hatten ihren Sitz im Schloss. Der Schlüterhof wurde zur Kulisse festlicher Freiluftkonzerte, und das Studentenwerk betrieb in der ehemaligen Schlossküche eine Mensa. Das Schloss nach der Revolution wurde zum Schloss der Republik – und zum Schloss der Frauen, oft jüdischer Herkunft, nicht selten aus dem Ausland, Akademikerinnen in erster Generation.


Christian Walther ist freier Journalist. Seit dem Studium der Politikwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin arbeitet er für Presse, Funk und Fernsehen, vor allem als Reporter für die Berliner Abendschau des rbb Fernsehens. Er war Pressesprecher der Freien Universität, der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der Leibniz-Gemeinschaft. Bis September 2020 war Walther auch Vorsitzender des Journalistenverbands Berlin-Brandenburg. Walther ist seit 1982 Diplom-Politologe und wurde 2015 mit einer zeitgeschichtlichen Biografie über den Liedertexter, Lyriker und Librettisten Robert Gilbert promoviert. Sein 2021 erschienenes Buch Des Kaisers Nachmieter – Das Berliner Schloss zwischen Revolution und Abriss fand große Beachtung. Walther schildert darin den Funktionswandel des Schlosses von der Hohenzollern-Residenz zum Zentrum für Kultur und Wissenschaft am Beispiel von neun Frauen, darunter Lise Meitner und Marie-Elisabeth Lüders. 


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.

Oktober

Sonntag, 3. Oktober 2026, 10:00 bis 16:00 Uhr
Türen auf mit der Maus

Auch dieses Jahr erhaltet ihr im Brandenburg-Preußen Museum wieder Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Besonders ist an diesem 3. Oktober, dass wir zusammen das für normale Besucher verschlossene Obergeschoss des Museums erkunden.

Dort erfahren wir nämlich, wie sich das Leben der Menschen seit Beginn der Industrialisierung vor etwa 200 Jahren verändert hat. Viele Erfindungen wurden gemacht, die für uns heute ganz normal sind: Motoren, Eisenbahn, Maschinen, elektrischer Strom u.v.a.m.; jede für sich ein „kleines Wunder“!

Wir tauchen ein in diese turbulente Zeit, indem wir uns Kinderspielzeug aus der Zeit um das Jahr 1900 ansehen - einiges davon können wir sogar anfassen!
Es warten eine Hüpfburg und zahlreiche Aktivitäts-Spiele im Museumsgarten auf euch! Und gemalt und gebastelt wird bei uns natürlich auch!

Unser Programm beginnt um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr, 13:30 Uhr und 15:00 Uhr. Parallel zum Kinderprogramm bieten wir Museumsführungen für „die Großen“ an.


Bei der Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de bitte auch das entsprechende Zeitfenster angeben. Der Eintitt ist frei. 

Sonntag, 11. Oktober 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Anna von Preußen (1576–1625) – (Kur)Fürstin in Opposition
Ulrike Sträßner
Anna von Preußen hat die Entwicklung Brandenburg-Preußens nachhaltig geprägt. Zeitlebens fühlte sie sich ihrem bedeutenden Erbe verpflichtet und setzte sich in ihren sozialen Rollen als Tochter, Ehefrau, Mutter und Landesherrin für ihre dynastischen Ziele und Visionen ein. Durch ihr selbstbewusstes Auftreten, ihre konsequente Haltung und ihre Konfliktbereitschaft wurde sie zu einem oppositionellen Machtzentrum am kurbrandenburgischen Hof. Der Vortrag thematisiert das Herrschaftsverständnis Annas und ihr daraus resultierendes Handeln in ihren jeweiligen Rollen und verschiedenen Lebensphasen.


Ulrike Sträßner studierte Geschichte und Deutsch an der Universität Potsdam. Seit 2012 arbeitet sie an ihrem Promotionsprojekt Herrschaftsalltag und Herrschaftsverständnis von brandenburgischen Kurfürstinnen im 16. und 17. Jahrhundert. Von 2013 bis 2015 war sie Stipendiatin des Cusanuswerks. 2016 organisierte sie für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte das deutsch-polnische wissenschaftliche Kolloquium Konfessionelle Hofkultur Europas. Die Silberbibliothek Albrechts von Preußen (1545–1562). Seit 2016 arbeitet sie als Studienberaterin an der Universität Potsdam im Bereich Inklusive Studiengestaltung. Zuletzt war sie Mitherausgeberin des Bandes Aus der märkischen Streusandbüchse in die Welt hinein. Beiträge zur brandenburgischen, preußischen, sächsischen und internationalen Geschichte. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Fürstinnen und Reformation, herrschaftliches Handeln und soziale Netzwerke von Fürstinnen, reproduktive Arbeit, generationenübergreifende Konflikte und Aushandlungsprozesse, Entstehung und Entwicklung von Geschlechterstereotypen in der Frühen Neuzeit.


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.

NOVEMBER

Sonntag, 1. November 2026, 15.00 Uhr
#BPM-Vortragsreihe
Friedrich August Stülers Werk und seine Bauten in der Region
Dr. Gerd Kley

Eingangs skizziert Dr. Gerd Kley den immensen Fußabdruck, den der aus Mühlhausen stammende Schüler Karl Friedrich Schinkels in Preußen hinterlassen hat. Als einer der bedeutendsten preußischen Architekten des 19. Jahrhunderts schuf Friedrich August Stüler zahlreiche öffentliche Gebäude, Kirchen und Schlösser, die das Erscheinungsbild Preußens bis heute prägen.

1842 ernannte König Friedrich Wilhelm IV. Stüler gemeinsam mit Friedrich Ludwig Persius zum Preußischen Hofarchitekten. In dieser Funktion zählte er zu den wichtigsten Gestaltern der preußischen Baukunst und setzte mit seinen Entwürfen architektonische Maßstäbe, die weit über Berlin hinaus wirkten.

Gerade dieser Einfluss lässt sich auch in unserer Region nachvollziehen. Anhand ausgewählter Kirchen und Denkmäler zeigt Dr. Gerd Kley, wie eng die Baugeschichte unserer Heimat mit dem Wirken Friedrich August Stülers verknüpft ist und wo sich seine architektonische Handschrift bis heute entdecken lässt.


Gerd Kley ist promovierter Physiker. Seit 1970 arbeitete er an Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 1992 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 war er als Projektleiter in einer Bundesanstalt tätig. In seinen nebenberuflichen Veröffentlichungen widmet er sich Persönlichkeiten, die von der offiziellen Geschichtsschreibung und der Kunstgeschichte vernachlässigt wurden. Zuletzt erschien sein Buch über den heute weitgehend vergessenen Maler der Mark Brandenburg Johann Carl Wilhelm Eduard Ockel. Es folgt eine Dokumentation über den Chemiker Hans Heinrich Franck. Gerd Kley publiziert in der Berliner Zeitung, zuletzt über Stülers St. Matthäus-Kirche in Berlin. Zudem ist er Mitgründer des August-Stüler-Arbeitskreises.


Um eine Anmeldung unter (033925) 70798 oder museum @ bpm-wustrau.de wird gebeten. Die Teilnahme am Vortrag kostet 7 € inkl. Museumsbesuch.