Stellenbezeichnung:   Kurator(in) für ein Ausstellungsprojekt zur Industriegeschichte

Besetzbar ab:              1. April 2020

Befristung:                  2 Jahre, eine Weiterbeschäftigung ist möglich.


Wustrau liegt am Südende des Ruppiner Sees, etwa 75 km nordwestlich von Berlin. Hier lebte Hans Joachim von Zieten, der Husarengeneral Friedrichs des Großen. Sein Schloss, die Kirche mit dem Zieten-Epitaph und der historische Dorfkern sind typische Zeugnisse brandenburgisch-preußischer Geschichte. Theodor Fontane ließ seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ in Wustrau beginnen.

Das Museum wurde im September 2000 eröffnet. Es wird von einer Stiftung getragen und gehört als Gründungsmitglied einem Netzwerk von 29 Museen an, die sich mit preußischer Geschichte befassen.

In der Hauptausstellung gewinnt der Besucher in etwa eineinhalb Stunden einen Überblick über die Geschichte Brandenburgs und Preußens. Schwerpunkt ist der wirtschaftliche Aufstieg der „Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches“ zum Industriestaat und zum ersten Sozialstaat der Welt. Jährliche Sonderausstellungen im Obergeschoss sollen zur Auseinandersetzung anregen, zum Beispiel „Türcken, Mohren und Tartaren – Muslime in Brandenburg-Preußen“ (2014), „Polen und Preußen“ (2016), „Böse Seiten der Reformation“ (2017) oder die deutsch-polnische Sonderausstellung „Kriegsende – 1918 – Koniec Wojny“ (2018). Vortragsveranstaltungen, Konzerte und eine sehr aktive Museumspädagogik mit festen Kooperationsbeziehungen zu 15 Schulen in der Region ergänzen die Ausstellungen.

Für das Jahr 2021 ist gemeinsam mit 11 Technikdenkmalen und Museen in Brandenburg eine Gemeinschaftsausstellung zum Thema „Industriekultur in Brandenburg“ geplant, an der das Brandenburg-Preußen Museum sich mit einer eigenen Sonderausstellung beteiligen wird.

Das Brandenburg-Preußen Museum beschäftigt 6 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hinzu kommen Aushilfs- und Vertretungskräfte. Unsere engagierte Museumspädagogik hat in den letzten Jahren die Zahl von Kindern und Jugendlichen im Museum stark ansteigen lassen. Jeder fünfte unserer 10-11.000 Besucher ist unter 18 Jahre alt.

 
Schwerpunkte der Museumsarbeit sind


- die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Preußens
- die Weiterentwicklung der Museumspädagogik,
- die Vertiefung der Zusammenarbeit mit polnischen Institutionen bei der Erforschung und Darstellung der Geschichte Preußens als einer gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte
- die Vernetzung des Museums mit anderen kulturellen und touristischen Angeboten in der Region.
                                                                           

Aufgabenschwerpunkte für die ausgeschriebene Stelle:

  1. Konzeption und Erstellung der Sonderausstellung zum Themenjahr „Industriekultur“ in 2021
  2. Koordinierung des Ausstellungsvorhabens mit dem Museumsverband Brandenburg und den übrigen Museen, Mitwirkung an den gemeinschaftlichen Planungen und der gemeinsamen Veröffentlichung.

Daneben soll der Kurator aber auch in den Museumsbetrieb integriert werden und mitwirken bei

  1. der Weiterentwicklung der inhaltlichen Angebote des Museums,
  2. der Zusammenarbeit des Museums mit Behörden, regionalen und wissenschaftlichen Institutionen (Museumsverband, Richterakademie, Universitäten, Forschungseinrichtungen, andere Museen). Unter Zusammenarbeit sind insbesondere gemeinsame Ausstellungsprojekte, Leihverkehr, Wanderausstellungen, gemeinsame wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen oder gemeinsame und gegenseitige Werbemaßnahmen zu verstehen,
  3. der Einwerbung und Abrechnung von öffentlichen und privaten Fördermitteln,
  4. der Außenkommunikation des Museums,
  5. der Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Museumsstiftung.

 

Anforderungen:

Hochschulabschluss in Geschichte, Kunstgeschichte oder einem verwandten Fach. Kenntnisse der preußischen Geschichte und profunde Kenntnisse der Geschichte des 19. Jahrhunderts werden für das Ausstellungsprojekt vorausgesetzt, außerdem Erfahrung in vergleichbaren Museen oder Kulturinstitutionen, Erfahrung mit der Gestaltung und Organisation von Ausstellungen einschließlich Budgetsteuerung und Teamleitungserfahrung.
 


Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen und üblichen Referenzen richten Sie bitte bis zum 3. Januar 2020 an den Vorstand der Museumsstiftung. Das Gehalt richtet sich nach Ihrem Alter, Ihren Kenntnissen und Erfahrungen und orientiert sich am TVöD der Kommunen.

   Dr. Andreas Bödecker
   Stiftungsvorstand Brandenburg-Preußen Museum
   Eichenallee 7a, 16818 Wustrau
   Tel. (033925) 70 798 oder per Email an: stiftungsvorstand@bpm-wustrau.de

Die Bewerbungsgespräche würden wir gern am 13. und 14. Januar 2020 in Wustrau führen.

Stellenausschreibung als PDF zum Herunterladen

Öffnungszeiten

April-Oktober
Di-So 10.00-18.00 Uhr
November-März
Di-So 10.00-16.00 Uhr
Winterschließzeit
vom 9. Dezember 2019
bis 17. Februar 2020
Gesonderte Öffnungszeiten für Schulklassen möglich!

Sonderöffnungszeiten

Brandenburg-Preußen Museum

Eichenallee 7a
16818 Wustrau
Telefon 03 39 25 - 7 07 98
Telefax 03 39 25 - 7 07 99
wustrau @ bpm-wustrau.de

Spendenkonto für die Museumsarbeit mit Kindern

Ehrhardt-Bödecker-Stiftung
DE12 1605 0202 1001 0220 99
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