Sonderausstellung

Als Marie Goslich 1882 aus einem Schweizer Pensionat in ihre brandenburgische Heimat zurückkehrte, veröffentlichte Theodor Fontane gerade den vierten Band der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Mit seinen Beschreibungen der Herrenhäuser, Klöster und Kirchen verlieh er dem verblassenden Ruhm des alten Preußen noch einmal neuen Glanz.

Doch mit dem Dreikaiserjahr 1888 war dieses alte Preußen endgültig Geschichte – die Gründerkrise war überwunden und es herrschte allgemeine Aufbruchsstimmung. Der Siegeszug der Technik ging mit einer Beschleunigung aller Lebensbereiche einher. In den Großstädten rollten die ersten Autos durch die inzwischen elektrisch beleuchteten Straßen. Zur Jahrhundertwende wurden diese Entwicklungen auch auf dem Land sichtbar, nicht zuletzt in Gestalt der Städter. Diese strömten im Zuge der erwachenden Freizeit- und Körperkultur aus den Städten ins ländliche Idyll.

Marie Goslich beschrieb diesen Wandel in Artikeln und Essays und hielt ihn mit der Plattenkamera fest. Ihre Motive fand sie nicht nur im städtischen Milieu, sondern auch auf dem Land – bei den Bauern, Handwerkern, Fischern, Hausierern und vor allem den Frauen. Ihre einfühlsamen Bilder dienten Marie Goslich vor allem dazu, ihre sozialkritischen Reportagen zu illustrieren. Ihre Glasnegative überdauerten in einem Treppenverschlag im Havelland.

Unsere Sonderausstellung wird begleitet von zahlreichen Vorträgen, Konzerten und Veranstaltungen. Informationen zu diesen und zu unseren regelmäßig stattfindenden Kuratoren-Führungen finden Sie auf unserer Webseite unter "Termine".

Öffnungszeiten

April-Dezember
Di-So 10.00-18.00 Uhr
Februar-März
Mi-So 10.00-16.00 Uhr

Winterschließzeit
vom 9. Dezember 2019
bis 17. Februar 2020

Gesonderte Öffnungszeiten für Schulklassen möglich!

Sonderöffnungszeiten

Brandenburg-Preußen Museum

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