Sonderausstellung

„Kriegsende - 1918 – Koniec Wojny“

Ein deutsch-polnisches Schüler-Ausstellungsprojekt

Sonderausstellung vom 29. September bis 9. Dezember 2018

Vier Schülerteams aus Deutschland (Minden, Neuruppin) und Polen (Warschau und Mońki) haben sich ein Jahr lang mit dem Kriegsende 1918
in ihrer Heimatstadt auseinandergesetzt: Wie wurde das Kriegsende erlebt? Was haben die Menschen empfunden? Die Schüler haben menschliche Schicksale erforscht und sind in die Ereignisse Ende 1918 eingetaucht.
Sie sichteten unzählige Fotos und Zeitungsberichte, setzten sich mit Familienerinnerungen auseinander und tauschten sich auf mehreren Treffen mit den anderen Teams über ihre Quellenfunde aus.

In beeindruckender Weise haben die Schüler die berührenden Einzelschicksale zu zwei Erzählfäden verknüpft, die am Ende wieder ein Ganzes ergeben, ein begreifbares Bild vom Kriegsende 1918 im
Osten und der Heimkehr der geschlagenen deutschen Soldaten.

Kriegsheimkehrer Neuruppin 1918

Es sind fiktive Erzählungen zweier Soldaten über ihre Rückkehr aus dem Krieg entstanden: Der eine fährt im Zug von Warschau, der Hauptstadt
der sich gerade in Gründung befindenden Republik Polen, nach
Neuruppin. Der andere wird mit dem Schiff von der vergessenen Ostfront über die Ostsee zurückgebracht und reist und dann über Land nach
Minden in Westfalen. Auf ihren Wegen erleben diese Soldaten eine Welt, die aus den Fugen geraten ist – die Revolution erschüttert das Land, die Menschen hungern. Zurück kehren keine jungen Helden „im Felde unbesiegt“, sondern vorzeitig gealterte, vom Trauma gezeichnete junge Männer – seelisch gebrochen und ihrer Jugend beraubt.

 

 

 

 

 

 

Flyer Sonderausstellung