Friedrich der Große als praktischer Aufklärer

Sonderausstellung vom 22. Januar bis 30. September 2012

Friedrich inspiziert die Trockenlegung und Besiedlung von Rhinluch und Dossebruch, 1779
Porträt Friedrich des Großen von Christoph Wetzel, dem Maler für die Wiederherstellung der Kuppelgemälde in der Dresdner Frauenkirche




Am 24. Januar jährte sich der
300. Geburtstag Friedrich des Großen.
Diesem Anlaß widmet das
Brandenburg-Preußen Museum
Wustrau seine diesjährige
Sonderausstellung „Friedrich der Große
als praktischer Aufklärer“.

Thematisiert wird die Bedeutung des Preußenkönigs für religiöse Toleranz
und für wegweisende Reformen in der
Schul- und Bildungspolitik sowie im Justizwesen und in der öffentlichen Verwaltung.

Friedrich der Große initiierte Reformen,
die bis heute wegweisend sind.

Mathematik in der preußischen Provinz: Division in ganzen Zahlen im Rechenbuch des Johann Georg Grothen aus Neukirchen in der Altmark, 1756/57. Rechte Seite, Mitte: Item wie viel Jahre, Wochen, Tage und Stunden betragen 47.533.620 Minuten? Antwort: 90 Jahr 35 Wochen 4 Tage 11 Stunden

1763 trat zum Beispiel das von ihm
forcierte General-Land-Schul-Reglement
in Kraft. Die erste große
Volksschulordnung mit allgemeiner Schulpflicht, staatlicher Aufsicht,
strukturiertem Lehrplan und einer seminaristischen Lehrerausbildung.
§ 14 dieses Reglements bestimmte die Prüfungspflicht für Lehrer in Preußen.

Seit 1770 hatten auch die Landräte
vor der neu gebildeten
Ober-Examinations-Kommission eine Eignungsprüfung abzulegen.

Landrat Friedrich Graf von Zieten aus Wustrau

24 Jahre später wurden Beamtenrechte und
–pflichten in Deutschland erstmals im Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten (ALR) gesetzlich geregelt. Ein Paradebeispiel eines Landrats unmittelbar nach Einführung des ALR ist Friedrich Graf von Zieten (1765-1854), der wenig bekannte Sohn des berühmten Wustrauer Husaren-Generals Hans Joachim von Zieten. Er führte den Kreis Ruppin 41 Jahre.

„Was hat Preußen der Welt geleistet? Was find ich, wenn ich nachrechne?“ ließ Theodor Fontane im „Schach von Wuthenow“ von 1883 kritisch fragen. Antworten auf diese und andere Fragen rund um Friedrich den Großen als praktischen Aufklärer finden Sie in unserer neuen Sonderausstellung. Sie ist Teil des Verbundprojektes „Friedrich 300 - Sans souci im Ruppiner Land“ der Kultureinrichtungen im Norden Brandenburgs.

Eine Vortragsreihe ergänzt unsere bis zum 30. September 2012 laufende Sonderausstellung.


Flyer Sonderausstellung


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