Sonderausstellung

Germania Slavica und der Lebuser Silberschatz

Die slawische Geschichte von Brandenburg und Berlin

Sonderausstellung vom 3. März 2018 bis 16. September 2018


Die Ausstellung führt mit beeindruckenden Exponaten in die frühe brandenburgische Geschichte. Erstaunliche Erkenntnis: Selbst die
ganz frühen Einwohner Brandenburgs waren Einwanderer.
Die Slawen, deren Nachkommen die noch heute im Spreewald und
in der Lausitz lebenden Sorben sind, wanderten erst im 6. und
7. Jahrhundert aus dem Osten hierher ein. 300 Jahre später drangen
die christlichen Eroberer aus dem Westen ein.

Nachdem das Schwert ruhte, entstand hier eine Kultur, deren
Wohlstand daher rührte, dass ihre Wurzeln und Verbindungen
ebenso weit nach Westen wie nach Osten reichten.
Großartiger Ausweis dafür ist der Lebuser Silberschatz:
Lebus liegt an einer Oderfurt und war lange vor dem nahen Frankfurt
ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Markt und polnischer Bischofssitz.
Hier vergrub ein Bürger im 11. Jahrhundert in einem slawischen
Tongefäß über 2.000 sächsische und magdeburgische Silbermünzen.
Vor zwei Jahren wurden sie gefunden.

 

 

Auch zeigen wir eine der wohl berühmtesten Kunstfälschungen der preußischen Geschichte: acht der sogenannten „Prillwitzer Idole“.
Erst 1850 wurden diese angeblich slawischen Götterfiguren als
Fälschung aus der friderizianischen Zeit entlarvt.

Archäologische Funde der Neuzeit werden ebenso präsentiert wie
Teile der beeindruckenden Sammlung des Landrates von Zieten,
die den Grundstock der Sammlung des Museums Neuruppin bildete.

In einem eigens gestalteten ,Hands-on‘-Bereich laden wir ein, Museumsrepliken anzufassen und auszuprobieren.

Für Schulklassen bieten wir interessante und spannende Führungen, Workshops und Projekttage an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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