Die Industrialisierung Deutschlands setzte ein halbes Jahrhundert später als in Großbritannien ein. Durch den Zollverein 1834 und durch die Reichsgründung 1871 erreichte die deutsche Industrie endlich ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Im Maschinenbau hatte sie sich zu diesem Zeitpunkt vom britischen Know-how abgenabelt.
Als das englische Parlament 1887 den "Merchandise Marks Act" verabschiedete, wonach alle eingeführten Güter eine Herkunftsbezeichnung tragen sollten, war das vor allem gegen den Wettbewerb deutscher Firmen gerichtet. Die Bezeichnung "made in Germany" für Minderwertiges wandelte sich jedoch in wenigen Jahren zu einem Qualitätsbegriff.
Die hohe Qualität deutscher Produkte war auf den hohen Stand der deutschen Facharbeiter, Handwerker und Inge-nieure zurückzuführen. Die gegenseitige Wissensvermittlung zwischen Universitäten und Industrie in Deutschland wurde vorbildlich für die Welt und besonders für die USA.

Brandenburg-Preußen Museum
Eichenallee 7a
16818 Wustrau
Telefon 03 39 25 - 7 07 98
Telefax 03 39 25 - 7 07 99
E-Mail wustrau(at)branden
burg-preussen-museum.de
April-Oktober
Di-So 10.00-18.00 Uhr
November-März
Di-So 10.00-16.00 Uhr